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Logo Volksbund Hamburg Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Wechselnde Motive aus dem Vereinsleben.

Spendenkonto: Hamburger Sparkasse - BLZ 200 505 50 - Kto. Nr. 1008 2193 37

Über uns

Die Frage des Friedens ist keine Frage an die Welt,
sondern eine Frage an jeden selbst.

Karl Jaspers


Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist ein parteipolitisch unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der

  • das verpflichtende Gedenken an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft als Mahnung zum Frieden unter den Völkern und zur Achtung der Würde und der Freiheit des Menschen wahrt und pflegt.
  • im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland Ruhestätten für die deutschen Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft im Ausland sichert, anlegt, erhält und pflegt; er kann sich auch der Ruhestätten im Inland und der anderer Nationen annehmen.
  • die deutschen Kriegstoten beider Weltkriege sucht, sie bestattet und ihre Gräber erfasst.
  • die Angehörigen der Kriegstoten in Angelegenheiten der Kriegsgräberfürsorge betreut.
  • öffentliche und private Stellen sowie Personen in Angelegenheiten der Kriegsgräberfürsorge berät.
  • die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge pflegt und fördert.
  • den Volkstrauertag gestaltet oder an seiner Gestaltung mitwirkt.
  • die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten und die Auseinandersetzung mit deren individuellen Schicksalen fördert.
  • Jugend- und Bildungsarbeit betreibt, insbesondere an Schulen, Hochschulen, sonstigen Einrichtungen und in Arbeitskreisen.
  • kulturelle Zwecke im Zusammenhang mit seinen Aufgaben fördert, insbesondere durch Musik-, Konzert- und Theaterveranstaltungen jedweder Art.

Die Schirmherrschaft über die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. übernimmt seit der Gründung der Bundesrepublik der jeweilige Bundespräsident.
Derzeitiger Schirmherr ist seit 2004 Bundespräsident Horst Köhler.
Der jeweilige Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg fungiert darüber hinaus als Schirmherr des Landesverbands Hamburg. Derzeitiger Schirmherr des Landesverbands Hamburg ist seit 2001 Bürgermeister Ole von Beust.

Der Verein und sein Name

Bereits im Jahre 1919 haben Angehörige der vielen Millionen Toten des Ersten Weltkrieges den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Verein gegründet. Der Namensteil "Volksbund" stammt aus dem Gründungsjahr. Er geht darauf zurück, dass die Gründer einen Bund schaffen wollten, der von allen gesellschaftlichen Kreisen getragen wird. Das mahnende Erinnern an die Toten des so genannten "Großen Krieges" und die Sorge für ihre Gräber sollten über alles Trennende, über parteipolitische und religiöse Gegensätze gestellt werden und damit zu einer Versöhnung im Inneren beitragen.

Schon damals stand der Gedanke im Vordergrund, dass eine - wie wir heute sagen würden - Bürgerinitiative auch über den materiellen Aspekt hinaus mehr und Besseres leisten könne, als das Behörden oder Ministerien in Erfüllung einer "Amtspflicht" möglich sein würde.
Deshalb lag es nahe zu versuchen, die Kriegsgräberstätten der Fürsorge des Volkes zugänglich zu machen.

Der Kurzname "Volksbund" hat also nichts mir rechtsgerichteten "völkischen Ideen" zu tun.
Für Rechtsextreme und Revanchisten ist im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. auch kein Platz!
Bei uns sind aber Menschen jeglichen Alters willkommen, denen die von den Kreuzen ausgehende Mahnung zum Frieden ein Anliegen ist.

Trotz seiner Grundsätze und der humanitären Ausrichtung des Vereins waren - wie in den meisten deutschen Parteien, Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden in den 30er Jahren - auch eine große Anzahl der Vereinsmitglieder des Volksbundes anfällig für die nationalsozialistische Ideologie des "Dritten Reiches".
Zwar wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. von den Nationalsozialisten in seiner Arbeit eingeschränkt und als Träger des Volkstrauertags von der NSDAP und der Wehrmacht verdrängt (der Volkstrauertag wurde zudem in "Heldengedenktag" umbenannt und seiner inhaltlichen Intention beraubt).
Der Verein arbeitete aber auf das engste mit den Nazis zusammen.
Der fehlende Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime und die Übernahme der braunen Ideologie, die Umstellung auf das so genannte "Führerprinzip" und die Aufnahme des Sprachgebrauchs der Nationalsozialisten bilden einen Tiefpunkt in der Entwicklung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Zeit des nationalsozialistischen Regimes mündeten bei der Neubegründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nach 1945 in ein vehementes Bekenntnis zu Frieden, Menschlichkeit, Toleranz und Demokratie. Der Verein achtet bei allen Aktivitäten streng auf parteipolitische und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Politische, weltanschauliche, religiöse und konfessionelle Überzeugungen der Mitglieder werden selbstverständlich respektiert.

Mit Unterstützung der ausländischen Gräberdienste nahm der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. nach dem Zweiten Weltkrieg seine Arbeit neu auf.
Der Verein betreut heute über 836 deutsche Kriegsgräberstätten in rund 44 Ländern der Erde. Insgesamt 352 Friedhöfe aus beiden Weltkriegen befinden sich in Westeuropa und Nordafrika. Seit der Öffnung Osteuropas wurden in den vergangenen 15 Jahren mehr als die gleiche Anzahl in allen Ländern Osteuropas angelegt. Mehr als eine Million Kriegstote werden auch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch vermisst.

Neben dieser praktischen Arbeit bildet die Jugend- und Bildungsarbeit die wichtigste Aufgabe des Vereins. Jugendliche und junge Erwachsene sollen in Schulprojekten und Jugendcamps an die Kriegsgräber geführt werden. Ihnen soll dabei deutlich werden, dass Gewalt kein Mittel zur Konfliktlösung sein darf. Innerhalb der Jugendarbeitskreise ist es möglich, sich aktiv an der Verbreitung dieses ideellen Zieles zu beteiligen.

Gesetzliche Grundlagen

Die Grundlage der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist die Achtung vor der Würde des Menschen. Achtung vor dem Menschen bedeutet - ausgehend von den Erfahrungen aus Krieg und Gewaltherrschaft - das Bekenntnis zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Fundament des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
Achtung vor dem Menschen reicht über den Tod hinaus.

Seit 1952 arbeitet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. im Auftrag und mit finanziellen Mitteln der Bundesregierung im In- und Ausland. Die Rechtsgrundlagen der Arbeit an den Ruhestätten der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft sind die Bestimmungen des Humanitären Völkerrechtes (Genfer Rotkreuz-Abkommen), die völkerrechtlichen Abkommen und Übereinkünfte über die Anlegung und Erhaltung von Kriegsgräberstätten, das nationale Recht über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz) sowie die jeweiligen Kriegsgräberabkommen mit den einzelnen Staaten.

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